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Wie
bei Microsoft ist der Erfolg von McDonalds nicht
ein Erfolg der Idee sondern der Vermarktung. Und
wie bei Microsoft halten Kenner der Szene das
Produkt für kaum gelungen: «eine
unglaublich dekadente Esserfahrung» meint das
Time Magazine, «Bremsbelag mit Zwiebeln»
nennt es Wolfram Siebeck. Nichtsdestotrotz
dient der Preis eines BigMac seit 1986 dem
«Economist» als Parameter der
Währungsbewertung: ein Erfolg der
Produkte-Standardisierung des
Fast-Food-Kolonialisten Ray A. Kroc, wie das
standardisierte Lächeln des Personals und der
vorgeschriebene, dreimalige Blickkontakt zum
Kunden. Die
«McDonaldisierung der Gesellschaft»
beschäftigte den Soziologen George Ritzer, und
als «McDonald Generation» werden die in
den späten sechziger und den siebziger Jahren
Grossgewordenen bezeichnet. Und
so ist McDonalds eben kein Fast-Food-Restaurant,
sondern sozio-kulturelles Emblem, Kolonialmacht und
Erfolgsstory à
l'Américaine. Printversion |