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Ein Türke für zwischendurch
10. 8. 1996

«Döner Kebab» ist wohl der Inbegriff fremdländischer, türkischer Kultur. Wo in unseren Breitengraden «Klein Istanbul» entsteht, sind die Düfte von gebratenem Lamm- und Kalbfleisch an Zwiebelmarinade Zeugen dessen kulinarischer Präsenz.

Die Herkunft des koscheren Drehspiesses lässt sich nicht so genau festmachen. Dass er aus islamischen Gegenden stammt, steht jedenfalls fest. Und dass er in ganz Kleinasien beliebt ist, ebenso. Wir dürfen hingegen nicht glauben, Döner Kebab sei das Nationalgericht der Türken. Kenner bezeichnen Döner Kebab vielmehr als «Fleischkäse des Orients».

Türkisch am Döner Kebab ist - nebst den Verkäufern - immerhin noch der Name: «kebap» ist ein Überbegriff für alles Gebratene. Und «dönmek» heisst nicht nur «sich verwandeln» und «in der Prüfung durchfallen», sondern ganz einfach: «sich drehen».

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© Peter Troxler, 2000